Termin Details


„Die Moderne hat vielfache Entschuldungen entwickelt: Unfreiheit der Täter durch soziale, psychologische, gesellschaftliche Schranken, verminderte Schuldfähigkeit durch frühkindliche Schäden, neurologische Festlegungen… So wird die Schuld des Handelnden eher verstellt als bearbeitet. Dem stehen jedoch Argumente der grundsätzlichen Schuldfähigkeit des Menschen gegenüber – sogar bei verminderter Freiheit. So wird es notwendig, Schuld angesichts weltweiter Verbrechen neu auszuleuchten. Falls es dafür Vergebung gibt – wer spricht sie zu?
Wie wird sie wirksam? Lässt sich Schuld löschen? Diese Fragen führen letztlich in einen religiösen Raum, in dessen Tiefe hineingeleuchtet wird.“
Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz

Vortrag Dr. P. Roberto Pirastu OCD, Vorsitzender der Edith Stein Gesellschaft

Information zum Vortrag am 18. Oktober: Frau Dr. Gerl-Falkovitz muss aus Krankheitsgründen leider absagen. An Ihrer Stelle wird Dr. P. Roberto Pirastu OCD, Vorsitzender der Edith Stein Gesellschaft über das Thema „Das Verzeihen des Unverzeihlichen“ referieren. Wir bedanken uns herzlich für seine Bereitschaft, die es möglich macht, dass der Abend wie geplant stattfinden kann. Frau Dr. Gerl-Falkovitz wünschen wir alles Gute und freuen uns, wenn wir sie hoffentlich ein anderes Mal bei Dialog am Spiegeln begrüßen dürfen.

Zur Person:
P. Roberto Maria Pirastu OCD stammt aus Sardinien in Italien und studierte vor dem Eintritt in den österreichischen Karmel Informatik in Deutschland und Linz, wo er 1996 an der Kepler Universität (RISC-Institut) promovierte. Das Studium der Theologie absolvierte er an der KTU Linz und wurde im Jahre 2003 von Bischof Aichern zum Priester geweiht. Er war längere Zeit Missionsprokurator und ergänzte seinen Schwerpunkt in der Geistlichen Begleitung und der Exerzitienleitung durch eine Ausbildung zum Psychotherapeuten. Er ist Gründungsmitglied und Vorsitzender der Edith Stein Gesellschaft Österreich.